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Psychologische Beratung bei Essstörungen

Essstörungen wirken sich auf das Essverhalten, aber auch auf das Körpergefühl aus. Die Probleme mit dem Essen können sich in jedem Lebensalter entwickeln und betreffen Menschen aus vielen unterschiedlichen sozialen und kulturellen Gruppen.
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Essstörungen – ein kurzer Überblick

Die Magersucht (Anorexia nervosa) ist wahrscheinlich die bekannteste Essstörung. Betroffene hungern oder nutzen selbstinduziertes Erbrechen und exzessiven Sport, um ein extrem niedriges Körpergewicht anzustreben. Magersüchtige haben eine verzerrte Körperwahrnehmung und koppeln ihren Selbstwert an ihr Körpergewicht.

Menschen mit Bulimie (Bulimia nervosa) besitzen eine ähnliche Denkweise. Die meisten Bulimiker sind jedoch normal- oder übergewichtig. Sie leiden unter Fressattacken, die sie durch Brechen kompensieren. Essen heimlich und versuchen, ihre Fressattacken zu verbergen. Manche Bulimiker verwenden andere Strategien wie Sport oder Medikamente, um die Kalorien „loszuwerden“.

Essattacken ohne Kompensation bezeichnet die Psychologie als Binge-Eating. Die Betroffenen empfinden meist ein ausgeprägtes Schamgefühl.

Darüber hinaus gibt es „sonstige“ oder „unspezifische“ Essstörungen. Nicht alle Probleme mit dem Essen sind voll ausgebildete Erkrankungen. Viele Menschen leiden unter sogenannten subklinischen Essproblemen: Sie haben vielleicht eine Körperschemastörung und einige Symptome von Essstörungen, ohne dass sie alle Kriterien für eine der Krankheiten erfüllen.

Geht es wirklich nur ums Essen?

In den Medien werden oft perfektionistische Schönheitsideale für Essstörungen verantwortlich gemacht. Essprobleme können jedoch auch auf Ursachen zurückgehen, die nichts mit dem Essen zu tun haben. Zum Beispiel besteht eine erhöhte Komorbidität mit Traumafolgestörungen, Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen.

Darüber hinaus solltest du wissen, dass viele Menschen mit Essproblemen bereit sind, weit über die Grenzen der normalen Schönheitsideale hinauszugehen. Kalorien zählen, den Körper wiegen und andere Verhaltensweisen bilden oft ein Suchtverhalten mit Eigendynamik. Manche Betroffene kommen davon nicht los, selbst wenn sie es wollen. Mitunter mangelt es jedoch an einer Motivation zur Behandlung – auch deshalb, weil sich nicht alle Betroffenen im Klaren darüber sind, welche Folgen ihr Verhalten haben kann.

Voll ausgeprägte Essstörungen können zu körperlichen Komplikationen wie Knochenschwund und Elektrolytstörungen führen. Letztere ziehen schlimmstenfalls einen Herzstillstand nach sich, der zum Tod führen kann. Bei einer voll ausgeprägten Essstörung ist eine Psychotherapie oder eine ärztliche Behandlung erforderlich.

Selbstakzeptanz

Für viele Betroffene – auch solche, die unter subklinischen Essproblemen leiden – ist es wichtig, sich selbst lieben zu lernen. Der Weg zur Selbstakzeptanz fällt nicht immer leicht. Ein gängiger Ansatzpunkt ist nicht nur die Versöhnung mit dem eigenen Körper, sondern auch die Überwindung von dem Seelenkonflikt, der den Selbsthass speist.

Vielleicht leidest du nicht unter einer Essstörung im Sinne einer Krankheit, würdest aber trotzdem gern mit jemandem reden. Wenn du mit deinem Körper unzufrieden bist und einen Zuhörer für deine Sorgen suchst, bist du bei mir in der psychologischen Beratung willkommen. Buche online einen Termin bei uns.

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